Mein Vater - masocakoeder.de

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Darunter ein Bild meines Vaters und unseres Boxers "Dux". Wie Ihr sehen könnt war er ein Sitzangler. Ich fing aber mit einer Laufangelei immer mehr als er - doch mußte er mehr als 25 m laufen grenzte das für ihn am Folter. Hierzu kann ich aber ganz ehrlich sagen, er war ein wirklich guter Friedfischangler. Das was heute von Karpfenanglern als Weisheit letzter Schluß angesehen, ich meine das Selbsthaken, praktizierte mein alter Herr schon damals, denn er beschäftigte sich sehr intensiv mit dem Angeln.

 

Vater

 

In einem Punkte hatten mein Vater und ich immer ein Problem miteinander. Er hielt sich stets an Mindestmaße und Schonzeiten. Es gab aber damals noch keine Fangbeschränkungen und hätte er 20 Karpfen, die das Mindestmaß hatten gefangen, er hätte sie alle mitgenommen. Das konnte ich nie verstehen. Allesdings muß ich fairerweise dazu sagen, er hat alles verwertet und er, meine Mutter, Opa und Oma haben alles gegessen. Sein Großvater war Berufsfischer im Donaudelta, das sei dazu gesagt. Ich dagegen habe schon in jungen Jahren zurück gesetzt.

Eine andere Kollision war folgende. Ich habe 1963 meine Sportfischer Prüfung abgelegt. Damals ging es ums Angeln und um die Fische. Heute überlegt sich mancher Behördenarsch, der "Grün seit Geburt hinter den Ohren ist und froh sein muß, wenn er kein Bettnässer ist, wie er diesen Sport verkomplizieren und erschweren kann - typisch deutsch eben. 1978 habe ich beim Verband Südwürttenberg-Hohenzollern meine staatlich Prüfung zum Fischereiaufseher abgelegt und in dieser Funktion kontrollierte ich ein Teilstück des Neckars zwischen Rottenburg a. N. und dem nächsten Dorf "Kiebingen". Ich hatte zu diesem Zeitpunkt bereits eine eigene Wohnung und wußte nicht, daß mein Vater in diesem Teilstück genau an dem Tag angelte, an dem nach dem Rechten sah. Wir hatten eine Vereinbarung mit den Bauern, von ende April bis ende Oktober die Wiesen nicht zu befahren. Leider war meine Vater der Meinung, für ihn wäre das nicht bindend, denn sein Sohn ist hier das Kontrollorgan. Ich war mit dem Motorrad unterwegs und fuhr das Wasser ab. Ich sah Vaters Auto weit in der Wiese am Ufer stehen. Ich bat ihn das Fahrzeug auf den Weg hinaus zu fahren. Mit dem Argument, du bist mein Sohn und hast mir nichts zu sagen, weigerte er sich. Mit dem Argument, ich bin hier Der, der das Sagen hat und daß ich seinen Angelschein einziehen lassen würde, sagte ich, und ich fahre das restliche Wasser ab und käme dann wieder. Als ich ich zurück fuhr stand das Auto auf dem Weg. Mein Alter, so nannte ich ihn liebevoll, sprach aber ca. 5 Wochen kein Wort mit mir. Das konnte ich locker verkraften. Er hatte dazu gelernt. Regeln sind für alle da .

Mein Hund "Dux".

Ich habe ihn als Welpen zu mir geholt, ihn aufgezogen und ausgebildet. Er hatte einen Charakter, wie ich ihn, obwohl ich viele Hunde in meinem Leben hatte nicht mehr wieder fand.

Zwei nette Geschichten.

Er liebte, obwohl als Schutzhund ausgebildet und Fremden gegenüber, ich nenne es mal betont unfreundlich, liebte er Kinder über alles, besonders die Nachbarskinder, was damit auch zu einem kleinen Problem wurde. Unsere Nachbarn hatten so einen "Kurzen", der gerade mal richtig laufen konnte. Folgende Begebenheit beobachte ich vom Küchenfenster aus. Der Kleine kam zu uns auf den Rasen. Mein Hund war auch da. Dux schaute, gab dem Jungen einen Schubser. Dieser fiel auf den Hinter, der Hund legte sich schnell dazu und leckte ihm das Gesicht ab. Als das die Nachbarn sahen baten sie darum, dieses Verhalten dem Hund abzugewöhnen. Ich habe also furchtbar mit Dux geschimpft.

Zweiter Akt: Wieder schaute ich aus dem Küchenfenster, wie oft war der Hund draußen, wieder war der Junge da. Dann lief ganz anders ab. Der Junge streichelte seinen 4beinigen Freund. Dieser schaute zuerst nach links und rechts (mich sieht niemand), auch zum Küchenfenster - ich war zurück getreten - dann gab er dem Jungen einen Schubs - also alles wie gehabt. Er war ja nicht doof .

Eine andere Geschichte war, ich war damals noch Lehrer in Herrenberg tätig und fuhr in den Sommerferien mit meinem Motorrad nach Griechenland, genauer gesagt nach Kreta. 2 Tage nach meiner Ankunft rief ich zuhause an, zum einen um zu sagen, ich bin gut angekommen, zum anderen um nach Dux zu fragen. Meine Mutter war ratlos. Der Hund hatte seit meiner Abfahrt nicht einen Bissen gefressen, lag immer vor der Eingangstüre und war offensichtlich nicht mehr der Alte. Er trauerte um mich. Ich hatte eine Idee und sagte meiner Mutter, sie solle Dux das Telefon ans Ohr halten. Er hörte meine Stimme, war wie ausgetauscht und fraß wieder. Das einzige Negative war, ich mußte jeden zweiten bis dritten Tag anrufen und das ging ca. 4 Wochen so. Kreta und die damaligen Kosten gingen ganz schön ins Geld . 2020-03-16