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Ich "spinne" nun schon seit über 50 Jahren und ich bin MA-SO-CA's geistiger Vater. Ich behaupte, nur ein toter Kormoran ist ein guter Kormoran!


 

                           Kleve

Als wäre es erst letzte Woche gewesen, sehe ich das Bild meines viel zu früh verstorbenen Vaters vor mir. Seinen Erzählungen nach versuchte ich bereits kurz nachdem ich etwas mehr als 5 m geradeaus laufen konnte, Fische mit der Hand zu fangen. Mein Vater angelte in einem See und nahm mich mit. Er gab nicht auf mich acht, ich kam dem Wasser zu nahe und fiel letztendlich hinein. Er sah gerade noch 1 Bein von mir aus dem Wasser ragen und mußte hinterher springen. Zuhause konnte er dann meiner Mutter erklären wieso ich patschnaß war. Zu dem "liebevollen" Gespräch zwischen den Beiden kann ich nichts sagen.

 

           Hecht

 

Also richtig angefangen zu angeln habe ich dann im Neckar bei Kiebingen, einem kleinen Dorf zwischen Rottenburg und Tübingen. Ein richtiger "Stopselfischer" war ich damals schon nicht und so drückte mir mein Vater eine kurze gespließte Spinnrute in die Hand. Er erklärte mir mit wenigen Worten, Spinnfischen bestünde aus dem Auswerfen des Köders, einer Absinkphase und dem Eindrehen des Köders. Daß es bei dieser Art zu angeln auch auf die befischte Tiefe und die Einholgeschwindigkeit ankam, hat mich zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich interessiert. Deshalb brauchte ich auch nicht allzu lang um die Kunstköderbestände meines "alten Herren" bedenklich zu dezimieren. Er ertrug es mit erstaunlicher Gelassenheit. Er stellte aber damals (ca. 1959) schon Blinker in liebevoller Handarbeit her. Sie wurden oft mit einer Stahlbürste bearbeitet und dann teillackiert. Entweder verwendete er hellrot, oder die Lackierung war rot/weiß/rot. Ich habe in Erinnerung daß auch die Kombinationen dunkelgrün mit schwarzen Streifen, also barschähnlich, wie auch dunkelgrün mit weiß kombiniert fängige Farben waren.

                                                                                                     

                                                               CNS 360/10

 

Im Gegensatz zu heute gab es damals noch nicht so viele zweibeinige, wie fliegende Kormorane, also gab es auch noch mehr Fische und wir brauchten damals keine Fangbeschränkungen um sportlich zu sein. Ich habe in jungen Jahren bereits gelernt dem Wasser nur das zu entnehmen, was verwertet werden konnte. Es war nicht so schwer einen guten Fisch zu fangen und bei dem 10-jährigen Jungen stellte sich der Erfolg deshalb auch relativ schnell ein. Mit Sicherheit machte sich hier auch das oft sprichwörtliche Anfängerglück breit. Und so wurde der Bub süchtig danach zu erlernen, wie das Wasser gelesen wird, um festzustellen, wo sich der Fisch im Wechsel der Jahreszeiten aufhält und wie man ihn dort fangen kann.

 

                                                                                                                                                                                   Sonnenuntergang

 

Einem väterlichen Freund, er hieß Gottfried Eichhorn, habe ich unwahrscheinlich viel zu verdanken. Bereits Mitte der 60-ziger Jahre brachte er mir bei, daß, wenn man mit feinen Schnüren angelt, man immer mehr fangen wird als die 100% Sicherheitssuperangler, die mit 0,35 mm Schnüren auf Forellen fischen. Rückblickend bin ich mir sicher, daß wir damals deshalb fast immer erfolgreicher als Andere waren. Sicher war ein weiterer Grund, daß Gottfried und ich auch risikoreich angelten. Es freute uns sicher nicht wenn am Ende des Angeltages bis zu 10 oder noch mehr Köder in der Box fehlten, aber wie bereits gesagt, die Fangergebnisse gaben uns recht. Ich angle bis heute fein, fange gut und bin zufrieden.

Bereits als 16-jähriger war fast zu 100% mit der Spinnrute unterwegs und ich fuhr die 18 km einfach, mit meinem Fahrrad, an den Neckar oder an die zum Verein gehörenden Baggerseen und wieder zurück. Manchmal kam mein Vater auch mit seinem Lieferwagen um mich abzuholen. Er sonnte sich aber auch ganz gerne in meinem Erfolg.

 

           Zander 4,5 kg

 

Einen materiellen Vorteil hatte ich allerdings. Mein Vater verdiente sein Geld mit der Oberflächenveredelung und Bearbeitung von Metallen. Im Betrieb hatten wir quadratmeterweise Kupfer-, Messing- und Edelstahlbleche in verschiedenen Stärken. Die Oberflächen waren entweder hochglanz poliert und wurden lackiert, oder gebürstet, also matt. Die matten Oberflächen waren fast immer fängiger. Bis heute ziehe ich matte Oberflächen dem Hochglanz vor. Es war Rund- und Stangenmaterial vorhanden. Die bunten Perlen kaufte ich im Bastelgeschäft. Alles was ich zum Köderbau brauchte war vorhanden.

Die Maschinen zur Metallver- und -bearbeitung waren sowieso im Haus. Ich fing an, mit den Kenntnissen, die mir mein Vater vermittelt hatte, zu experimentieren. Schnell erkannte ich Grundgesetze beim Blinker- oder Spinnerbau und ich fing an Kleinserien zu bauen, ca. 10 bis 20 Stück pro Serie. Allerdings habe ich auch Typen hergestellt, die so schlecht liefen, daß ich sie an Ort und Stelle im Neckar versenkte und erst gar nicht versuchte sie umzubauen.

Als nächstes mußten ein Emailleofen und eine Lackierbox her. Die Kenntnisse, die ich mir hier in jungen Jahren angeeignet habe, sind in keinem Lehrbuch zu finden. Ich weiß heute ganz genau wovon ich rede, wenn das Gespräch auf Laufeigenschaften von Ködern kommt. Fragt doch mal einen Krawattenträger der nur die Umsatzzahlen im Kopf hat und von der Firmenleitung Druck bekommst, was er darüber weiß!

 

Hecht Burtenbach 8 kg

 

Heute, so viele Jahre später, produziert MA-SO-CA viele tausend Kunstköder pro Jahr. Wir verarbeiten kilometerweise Edelstahllitzen zu Stahlvorfächern und Systemen. Für mich hat dieses Arbeitsgebiet bis heute nichts von seiner Faszination verloren. Es macht mir immer noch Freude und ich scheue die vielen zu fahrenden Kilometer nicht um bereits gebaute Serien weiter zu optimieren. Eine neue Köderserie zu entwickeln, sie durchzutesten und zur Serienreife zu bringen dauert oft einige Monate und kostet bis zum ersten verkauften Stück, heute, gut und gerne 2000,00 €.

Denken Sie immer daran, wenn Sie einen Nachbau, der einen unserer Artikel kopiert, kaufen.

 

                                                                          Forelle 2,5 kg

 

Neukundengespräche sind besonders unterhaltsam, nämlich dann, wenn mir mein Gegenüber einen Billigspinner hinhält und mir dann erklärt, daß das die Qualität ist, an der ich mich messen lassen muß. Dann packe ich ein und gehe. So geschehen in Xanten. Mit soviel Fachwissen kann und will ich nicht mithalten.

Ich liebe Geschäfte mit Testbecken. In jetzt 20 Jahren ist es keinem Händler gelungen einen Köder zu finden, der, bei sachgemäßer Anwendung, nicht einwandfrei läuft.

 

                                                               Aitel 1,8 kg

 

Unsere Fische haben 3 Feinde:

Fliegende Kormorane. Nur ein Toter ist ein Guter.

Kochtopfangler bei denen die armen Fische immer geschluckt haben.

Zweibeinige Kormorane mit einer Angel in der Hand!

 

 

 


Wer einen 20-pfünder fangen will, muß einen 2-pfünder leben lassen!!! - Wer einen 20-pfünder fangen will, muß einen 2-pfünder leben lassen!!! - Wer einen 20-pfünder fangen will, muß einen 2-pfünder leben lassen!!!